Museumboot WS 62 im Heimathafen

Die WS 62 war ein sog. Tochterboot der „Bürgermeister Weichmann“, einem seegängigen Küstenstreifenbootes der Hamburger Wasserschutzpolizei. 2008 lief sie vom Stapel und wurde ein Teil des Mutterschiffs. Überall, wo das große Streifenboot kein Wasser mehr unter dem Kiel gehabt hätte, musste die WS 62 ran. Auf der „Bürgermeister Weichmann“ öffnete man dann eine Luke und entließ das Tochterboot mit Besatzung in den Einsatz in flacheren Bereichen der Elbe.

Als die WS 62 nach vielen Jahren harter und verschleißender Arbeit auch noch mit einem kaputten Motor den Dienst quittieren musste, stellte sich die Frage: Abwracken oder Polizeimuseum?

Man entschied sich für das Museum. Dank umfangreicher Restaurierungsarbeiten konnte das Boot vor der Abwrackwerft bewahrt werden. Sandgestrahlt, foliert, mit neuen Positionslichtern und einem Outdoor-Monitor versehen, in der Werft Heinr. Buschmann & Söhne museumstauglich restauriert, so ging die WS 62 auf ihre letzte Fahrt.

Nach über zwei Jahren intensiver Vorbereitungszeit lief sie in ihren neuen Heimathafen vor dem Polizeimuseum in Hamburg-Alsterdorf ein und wurde im Beisein des Polizeipräsidenten Falk Schnabel und des Vorsitzenden des Polizeivereins Hamburg Werner Jantosch vom stellvertretenden Leiter der Wasserschutzpolizei Michael Lootz an den Leiter des Polizeimuseums Björn Wichmann übergeben.

Der Polizeiverein Hamburg e. V. übernahm die Kosten zur Bewahrung eines kleinen, aber wichtigen Teils Hamburger Polizeigeschichte.

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